Rally Dakar 2010: Aprilia auf dem Podium!

Die letzte Sonderprüfung der Dakar war reine Formsache: “Chaleco” López und Aprilia erobern auf Anhieb Platz 3 der Gesamtwertung. Für den Fahrer und das Team Giofil Aprilia Racing geht ein Traum in Erfüllung. Vervollständigt wird der Erfolg durch Paolo Ceci und Alex Zanotti, bei ihrer ersten Teilnahme an der Rallye belegen sie die Plätze 1 und 2 in der Klasse bis 450 ccm.
BUENOS AIRES – Die letzte Nacht, die Anspannung war so groß, dass López nicht schlafen konnte, während die Mechaniker die Aprilia RXV 4.5 bis ins letzte Detail kontrollierten. Jeder weiss, dass die Dakar bis zur letzten Etappe für Überraschungen gut ist, für uns diesmal nicht. Francisco López belegte im Gesamtklassement Platz 3 bei der Rallye Dakar und erzielte damit sein bisher bestes Ergebnis. Ein sensationeller Erfolg – mit einem neuen Motorrad und in einem neuem Team, das erstmals diese Rallye bestritt.
Kein leichter Weg, die Dakar in Südamerika ist zermürbend, eine Herausforderung für Mensch und Maschine. Zuverlässigkeit und Verbissenheit des Team Giofil Aprilia Racing haben das unglaubliche und unerwartete Ergebnis möglich gemacht.
Die Aprilia RXV 4.5 hat ihre Wettbewerbsfähigkeit und Zuverlässigkeit bewiesen.
Trotz Spritproblemen auf den ersten zwei Etappen und einer gerissenen Kette in Etappe 7, kämpfte der Chilene entschlossen um den Sieg.
Für die letzte Etappen dieser 32. Dakar beschlossen Fahrer und Team kein unnötiges Risiko einzugehen: auf der sehr schnellen, 202 Kilometer langen Etappe, ist die Gefahr groß, den Motor und die Reifen zu überfordern. Deshalb entschied das Team besser Gesamtrang 3 zu sichern, statt auf Angriff und einen möglichen zweiten Rang zu fahren. Noch nie hat in der Geschichte der Dakar ein neues Motorrad eine so gute Platzierung belegt. “Chaleco” hat das Potential seiner Aprilia perfekt genutzt.
Abgerundet wird der Erfolg durch ein großes Rennen der beiden italienischen Fahrer Paolo Ceci und Alex Zanotti. Beide Fahrer waren zum ersten Mal bei der Dakar am Start. Mit Platz 1 und 2 in der Klasse bis 450 ccm sowie den Plätzen 14 und 18 in der Gesamtwertung, feierten die Piloten aus Modena und San Marino in Bueonos Aires mit Aprilia ihren ersten großen Erfolg.
Das abschließende Korso und das Podium bei der Rallye Dakar 2010 wird Aprilia und dem Team Giofil in Erinnerung bleiben. Und es ist nicht das letzte Rennen, schon bei der Rallye Raid ist Aprilia wieder am Start.
Francisco Lopez: ”Es ist fantastisch, ich habe nicht mit einem so tollen Ergebnis gerechnet. Ein Traum, den ich seit Jahren träume, ist in Erfüllung gegangen. Auf den ersten Etappen schien es zunächst schwierig, doch dann lief es immer besser. Wer weiss, was ohne die Spritprobleme und die gerissene Kette möglich gewesen wäre. Die Dakar ist ein sehr langes und schweres Rennen, es gibt eben Dinge, die kannst du nicht planen. Es ist unmöglich zwei Wochen ohne das geringste Problem zu überstehen. Meine Aprilia war sensationell und das gesamte Team hat einen perfekten Job gemacht. Ich hatte optimale Voraussetzungen. Für ein neues Motorrad und ein Team, das noch ganz am Anfang steht, hätte es nicht besser laufen können. Der kritischste Moment war, als mir auf der 7. Etappe die Antriebskette riss, der schönste, mal abgesehen von dem Moment als ich auf dem Podest stand, war der Etappensieg in meiner Heimat Chile. Jetzt werden wir das Motorrad umgehend weiterentwickeln, um noch wettbewerbsfähiger zu sein. Unser Ziel – der Sieg bei der nächsten Dakar.”
Paolo Ceci: ”Ich bin so glücklich! Bei meiner ersten Dakar das Ziel zu erreichen, du musst täglich tausend Probleme bewältigen, es ist sehr schwer zu beschreiben, ich kann es immer noch nicht glauben. Dieses Rennen war unglaublich, viel härter als ich dachte. Wenn du mit anderen Fahrern sprichst, bestätigen sie dir, dass du mindestens fünf Mal an der Dakar teilnehmen musst, um eine gute Plazierung zu erreichen. Ich habe noch einen weiten Weg vor mir, aber der Start war perfekt.”
Alex Zanotti: “Mein Rennen began viel versprechend, doch dann verlief es leider umgekehrt, aber ich erreichte das Ziel. Gestern Abend wurde gesagt, dass ich in meinem Zustand das Rennen normalerweise nicht hätte zu Ende fahren können, aber ich hatte meine eigene Strategie und fuhr immer nur mit 80%. Zweimal habe ich mir die Schulter ausgekugelt, ein paar weitere körperliche Probleme machten es nicht gerade leichter, aber dafür ist es jetzt um so schöner.”
Filippo Assirelli (Team Manager):
“In der Tat, ich weiß nicht, was ich sagen soll, aber ich sehe jetzt die Belohnung für die monatelange harte Arbeit, eine unbezahlbare Genugtuung. Platz 3 im Gesamtklassement, die Plätze 1 und 2 in der Klasse bis 450ccm, drei von vier Motorräder haben das Ziel erreicht, niemand hätte auf ein solches Ergebnis gewettet, auch ich nicht, obwohl ich an unser Team geglaubt habe. Chaleco hat sogar drei Etappen gewonnen, nur Coma war bei dieser Dakar besser. Das Potential des Motorrades ist enorm, und wir sind gerade mal am Anfang unserer Entwicklungsarbeit. Jetzt müssen wir umgehend an die Arbeit, und alles umzusetzen, was wir bei der Dakar gelernt haben.”
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